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Biographie

NECİL KÂZIM AKSES
(Istanbul, 6. Mai 1908 –Ankara,16. Februar 1999)

Akses ıst Mitglied der Gruppe der ‘Turkıschen Fünf’, die Gründer und Pioniere der türkischen zeitgenössischen Musik ist.

Necil Kazım Akses, Sohn des Leiters des Kommunikationsdienstes beim Kriegsamt, Mehmet Kazım und der Literaturlehrerin Emine an dem Kandilli-Lyzeum, die spaeter Schuldirektorin wurde, nahm mit Alter  von 7 Jahren Geigenunterricht und besuchte die Knabenschule Istanbul. Akses  besuchte gleichzeitig die Armonieklasse von Cemal Reşid Rey in Darülhan (Konservatorium der Stadtverwaltung Istanbul). Er nahm privat Cellounterricht zuerst bei Mesut Cemil spaeter bei Sezai Asal.

Nach  Hochschulabschluss ging er 1926  mit eigenen Mitteln nach Österreich und inskribierte an der Wiener Staatlichen Akademie für Musik und Darstellende Kunst. Hier wurde er Celloschüler von Walther Kleinecke und Kompositionschüler von Joseph Marx.Nach einem Jahr bekam er Stipendium  der türkischen Regierung und setzte sein Studium fort. Waehrend er seine erweiterte Ausbildung  an der Wiener Akademie fortsetzte, studierte er an dem Prager Konservatorium Hohe Komposition beim Josef Suk und Mikronal Musik beim Alois Haba. Nach Abschluss seiner Musikstudien sowohl in Wien  als auch in Prag kehrte er 1934 in die Türkei zurück.

Im gleichen Jahr begann er an der Musiklehrerschule in Ankara zu unterrichten und wurde stellvertretender Direktor der Schule. 1935 wurde Akses Assistent des deutschen Komponisten Paul Hindemith, der auf Einladung des türkischen Erziehungsministeriums in die Türkei kam, um das staatliche Konservatorium Ankara zu etablieren. Anschliessend wurde Akses Professor für Kompositionen an dieser neuen Institution. Im gleichen Jahr nahm er zusammen mit Bela Bartok, Adnan Saygun und Ulvi Cemal Erkin an den Folklorfoschungen in Adana (Osmaniye) teil. 1948 wurde er Direktor des Staatlichen Konservatoriums Ankara, 1949 Generaldirektor für Schöne Künste des Ministeriums für Nationale Erziehung. Er wurde 1954  zum Kulturattache in Bern, 1955-57 in Bonn ernannt.

1958-1960 diente er als Generaldirektor der Staatsoper und des Staatsballets Ankara. 1971 wurde er erneut zu diesem Amt ernannt. Auf eigenen Wunsch trat er 1972 in den Ruhestand.

Necil Kazım Akses wurde 1971 Gründermitglied und stellv. Praesident
des Aufsichtsrates vo ‘Centre Mediterrneen de Musique Comparee et de Danse’. Waehrend seiner Karriere erhielt Necil Kazım Akses viele Ehrungen. 1957 erhielt er das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse der Bunderrepublik Deutschland, 1963 verlieh ihm die italienische Regierung den Titel ‘ Cavaliere Ufficiale’ und 1972  wurde er wiederum von der italienische Regierung mit demTitel ‘Commendatore’ geehrt.

1973 verlieh ihm die tunesische Regierung die ‘Burgiba  Kunst-und Kulturmedaille’. 1971 ernannte die türkische Regierung Akses zum  Staatskünstler. 1981 wurde Akses der ‘Atatürk-Kunst-Preis’ verliehen. Akses wurde 1998 der Titel des ‘Ehrendoktors’ der Universitaet Istanbul verliehen.

Akses’ Werke, die im Ausland aufgeführt wurden, sind unteranderem wie folgt:
‘Zitadelle von Ankara’ 1943 mit Orchester der  Stadt Berlin unter der Leitung von Fritz Zaun. Dieses Werk wurde von der Schallplattengesellschaft POLYDOR aufgenommen.’Ballade ‘ für Orchester zuerst 1950 in London dann Reihe nach in Edinburgh, Birmingham, Münster, Paris, Teblice,Cluj, Brüssel, Wien, Bukarest, Tunesien, Prag und Moskau aufgeführt. ‘Poem für Cello und Orchester’ wurde 1949 in Rom  von Sinfonieorchester RAİ unter der Leitung von  Franco Caraccioto, Solocello Antonio Saldarelli aufgeführt.’Scherzo’ über Itri’s Nevakar’ wurde in Sofia, Moskau, Kairo und Budapest aufgeführt.’Erste Sinfonie’ wurde 1968 unter Leitung von Lessing vom Wiener Tonkünstler-Sinfonieorchester  aufgeführt. 1972 wurde die ‘Erste Sinfonie’ auch zusammen mit dem ‘Violinkonzert’ vom Staatlichen Sinfonieorchester Aserbeidschan unter der Leitung von Niyazi Tagizade in Bakü aufgeführt.’Zweite Sinfonie’ wurde 1997 vom Orchester (Saz) unter Leitung von Muhammed Mommadov aufgeführt Das ‘Violinkonzert’ wurde in Hannover  anlaesslich  der Weltausstellung EXPO unter der Leitung von Rengim Gökmen , Soloviolin Cihat Aşkın von der Radiophilharmonie.Hannover NDR aufgeführt. In den 90 er Jahren  wurden die ‘Streichquartette (Nummer 1 und 4) in Europa Düsseldorf, Prag, Bratislava, Budapest, Pecs und Helsinki aufgeführt.

Die Werke von AKSES, der  hauptsaechlich als Schöpfer von grosser sinfonischer Formen bekannt ist,können in bestimmten   Perioden sudiert werden.Seine ersten Kompositionen in den Jahren als er Student in Europa war, umfassen den Zeitraum von 1929 bis 1930. Praelüden und Fügen für Soloklavier, Allegro Feroce, Klaviersonate und die Oper ‘Mete’ sind Produkte dieser Periode.

Diese Periode kann man als Wunsch und  Suche  nach Schöpfung  eines neuen Atonalstils bezeichnen. Akses komponierte sobald er in die Türkei zurückkam, auf Befehl von Atatürk die Oper ‘Bayönder’. In seinen Arbeiten sieht man wie bei anderen Zeitgenössischen  Komponisten die  Einflüsse der traditionellen türkischen  Musik und  Volksmusik. Jedoch diese Elemente benützte er nickt direkt im Wege der Armonisierung sondern der Stilisierung. Mit dem Jahr  1940 beginnt  eine neue Periode für ihn. Mit dieser Periode und insbesondere mit seinen sinfonischen  Werken beginnt ein ‘Akses-Sil zum Vorschein zu kommen. Dieser Stil ist melodisch verbindlich mit einerseits  ‘modus’ anderseits harmoniert mit dem Konzept von a modalite’. Werke  wie ‘Zitadelle von Ankara’, ‘Ballade’ für grosses Orchester’ Erste Sinfonie’ ‘Violinkonzert’ ‘ Scherzo über Itri’s Nevakar’ ’10 Klavierstücke’ sind Werke von dieser Periode. Seine Orchestration bekam stufenweise intensiver. Mit dem Gedicht aus dem Diwan, welches er 1976 komponierte, begann Akses seine letzte Komponierungsperiode Akses komponierte auch  in dieser fortgestrittenen reifen Periode Werke mit grossen Dimensionen für Solisten, Chors, grosse Orchester. In seinen Kompositionen , welche  an Dimensionen gewann, begann er die Technik  des  20. Jahrhunderts am meisten  die aletorische Musik zu benützen. Mit diesen Eigenschaften  ist Akses  unter der Gruppe der ‘Türkischen Fünf’ als ein für Neuigkeiten aeusserst offener Künstler bekannt.

Komponist Akses widmete  sein grosses Werk für Baritonsolo, Chor und Orchester, welches er zu schreiben begann, als  er 85 Jahre alt war, den ‘Dardanellen Maertyrern’. Nur der erste Satz dieser ‘6. Sinfonie’ mit dem Titel  ‘ Die unsterblichen Helden’ ist vollendet.

Necil Kazım Akses unterrichtete bis zu seinen letzten Lebensjahren  an dem  Staatlichen Konservatorium Ankara.  Bis zu seinem Tode  unterrichtete er auch  Kompositionslehre an der Fakultaet für Musik und Darstellende Kunst  der Universitaet Bilkent. Neben seiner Karriere als Komponist ist er auch  ein grosser Ausbilder  vieler Komponisten der jüngeren Generation.

Akses verstarb am 16. Februar 1999 im Alter von 91 Jahren.
Das Urheberrecht seiner Werke hat SACEM

Copyright © 2009 Necil Kâzım Akses